Chronik 2026

02.06.2026
Frau und Kultur Gießen e.V. feiert 100-jähriges Jubiläum
Gemeinsame Feier statt formellem Festakt

Der Vorstand des Gießener Vereins Frau und Kultur konnte am Dienstag, 23.06., trotz der großen Hitze 70 Mitglieder und 3 Gäste begrüßen. Belohnt wurden die Damen (und 3 Herren) zunächst mit einem Sektempfang und einem kühlen Raum im angenehmen Ambiente eines Lokals direkt an der Lahn.

Die Vorsitzende Brigitte Sekula begrüßte alle herzlich und wandte sich dann ganz speziell an den Ehrengast, Herrn Dr. Reinhard Kaufmann, den „dienstältesten Referenten“, der über viele Jahre ehrenamtlich Vorträge über seine Reisen in alle Welt gehalten und mit seinen ausgewählten Bildern und Texten stets für ein großes Publikum gesorgt hat. Es waren 21 Veranstaltungen – vielleicht gibt es eine 22ste?

Der Verein, der seit 1972 offiziell etwas sperrig „Deutscher Verband Frau und Kultur, Gruppe Gießen e.V.“ heißt, ist eine von heute 14 regionalen Gruppen des Dachverbandes, der seinerseits im Deutschen Frauenrat, der „Lobby“ der Fraueninteressen im politischen Berlin, aktiv ist.

Der Aufbruch der Frauen begann schon in 1865 mit dem Allgemeinen Deutschen Frauenverein, 1869 wurde der Dachverband „Verein

für die Verbesserung der Frauenkleidung“ gegründet. Ziel war die Befreiung der Frau von der Modetyrannei des Korsetts, es war aber auch ein Akt der allgemeinen Emanzipation.

Im 1. Weltkrieg (1914-1918) waren es die Frauen, die in allen Bereichen des Lebens eingespannt waren und alles am Laufen hielten. Ihre neue gesellschaftliche Bedeutung führte dazu, dass der Ruf nach gleichen Rechten lauter wurde. In der Weimarer Republik wurde 1918 das aktive und passive Wahlrecht auch für Frauen verankert.

1926 – mit 30 Jahren Verspätung – entsteht die Gruppe Gießen als eine von 70 regionalen Gruppen.

1929 wurde eine Umbenennung erforderlich in „Deutsche Frauenkultur,“ denn der Satzungszweck sollte vor allem der Förderung von Gleichstellung, Bildung, gesellschaftliche Teilhalbe dienen. Seit 1972 trägt der Verein seinen jetzigen Namen, bekannt unter der Kurzform „Frau und Kultur Gießen“.

Mit der Gleichschaltung 1933 und der Eingliederung in den Bund Deutscher Frauenvereine (BDF) verloren alle Frauenvereine die Unabhängigkeit, die Gruppen stellten nach und nach ihre Arbeit ein.

1944 verbrannten alle schriftlichen Unterlagen der Gruppe Gießen.

Als Referent über die Gleichberechtigung in Nachkriegszeit bis heute begrüßte Frau Sekula Hans Sarkowicz, den frühere Leiter der HR2-Kulturredaktion, der schon im Verein interessante Vorträge gehalten hatte.

In der Hessischen Verfassung vom 1. Dezember 1946 stand: „Alle Menschen sind gleich“ – aber nicht gleichberechtigt. Elisabeth Selbert und ihre Mitkämpferinnen konnten 1949 dem Parlament Satz abringen „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“. Dennoch war die Macht der Ehemänner faktisch bis 1958 im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert.

Erst 45 Jahre nach der Gründung der Bundesrepublik wird der Art. 3 des Grundgesetzes ergänzt: „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung …“

In der frühen Bundesrepublik, aber auch in der DDR war Politik reine Männersache. Die 1. Ministerin für neuen Gesundheitswesen war Elisabeth Schwarzhaupt ab 1969, in der DDR war in entscheidenden Gremien keine Frau. Und selbst bei der Studentenbewegung in den wilden 68ern waren Frauen als Deko-Objekt und für die Hausarbeit in den Kommunen eingespannt. Erst ein wildes Aufbegehren mit Tomaten-Würfen auf die Führungsriege machte dem ein Ende, 1968 formierte sich eine radikalere, autonome Frauenbewegung.

Herr Sarkowicz wurde mit reichem Applaus belohnt. Frau Sekula nutzte den Überblicksvortrag als Hintergrund für Ihre Bemerkungen zum Vereinsleben der Gruppe Gießen.

Am 08.07.1946 wurde nach dem Desaster des 2. Weltkriegs eine Neugründung beschlossen und 1948 die Satzung veröffentlicht: „Der Verein will die Förderung der körperlichen und geistigen Kräfte der deutschen Frau und einer zweckmäßigen Formgestaltung von Kleid und Heim dienen“.

Der erste Vortrag hieß: „Die Bewirtschaftung eines Kleingartens“

Der Verein war von Anfang sehr rege, Vorträge und etwas später gemeinsame Ausflüge wurden immer häufiger, die Mitgliederzahlen stiegen. Die Hochzeit waren die 50er und 60er Jahre. Der Dachverband zählte 70 regionale Gruppen auf, und auch die Mitgliederzahlen in Gießen stiegen kontinuierlich.

Ein Grund dafür liegt sicher in den bis heute angebotenen Tagesfahrten und den jährlichen mehrtägigen Studienreisen, die nur Mitgliedern zur Verfügung stehen. Mit stressfrei organisierten Busfahrten können auch Ziele angefahren werden, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer oder nur beschwerlich erreicht werden können.

Die Vortragsprogramme waren in den ganzen Jahren umfangreich, vielseitig und bei Mitgliedern und Gästen nachgefragt.

Mitglieder konnten zudem aus 8 Arbeitskreisen mit unterschiedlichen Schwerpunkten wählen, alle organisiert und durchgeführt von engagierten Mitgliedern. Sehr aktiv war die Gruppe „Werkgestaltung“, sie „belieferte“ in den frühen Jahren mit ihren Arbeiten Gießener Weihnachtsausstellungen, die Verkaufserlöse in 1977 beliefen sich auf 4.290,00 DM, die einem sozialen Zweck zugeführt wurden.

Im Jahr 2006 fertigten die Damen zwei große wunderschöne Quilts und schenkten sie der Andreas Gemeinde Gießen. Dort hingen sie über all die Jahre als Wandbehänge im Andreas-Gemeindezentrum, das aber leider aufgegeben werden musste – just im Jubiläumsjahr 2026 kamen die Arbeiten wieder an den zu Verein zurück.

Nachdem Frau Sekula noch kurz auf die Zukunft des Vereins eingegangen war, konnten die Gäste vor und nach dem ausgezeichneten Essen ausgiebig die Fotos einer Pinwand und die ausgelegten alten Chroniken studieren. Aber in lebhaften Gesprächen wurden nur nicht nur die alten Zeiten heraufbeschworen, sondern auch gesellige Kontakte untereinander gepflegt, die ein wichtiger Bestandteil im Selbstverständnis des Vereins sind.

Wie Frau Sekula sagte: „Vielleicht müssen wir uns ganz neu erfinden“, zu sehr habe sich in einem stark veränderten gesellschaftlichen Umfeld die Lebensverhältnisse und Bedürfnisse von Frauen, ob jung oder alt, gewandelt.

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11.06.2026
Kostümführung mit Peter Meilinger
„Schnitzeljagd durch die Geschichte Gießens

Bei großer Hitze führte uns Peter Meilinger von Hinweis zu Hinweis durch die Gießener Innenstadt und wußte an jeder der Stationen Wissenswertes und/oder Heiteres zu berichten. Leider hatte man an unserem Ziel, dem Hawwerkasten, unsere Reservierung nicht eingetragen, so dass wir nach 2 Stunden unter sengender Sonne ohne erfrischenden Trunk nach Hause gehen mussten.

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02.06.2026
Wolfgang Keul
Frauenbilder in der Liebeslyrik

Der Vortrag setzt sich zum Ziel, alternative literarische Erscheinungsformen weiblicher Partnerinnen in verschiedenen Epochen zu untersuchen und zu vergleichen.

In der Adelsgesellschaft des Hochmittelalters unterlag die Dame einem strikten Verhaltenskodex, der durch das höfische Tugendsystem bestimmt wurde und sie in einer festgefügten passiven Rolle fixierte. Ein Gedicht Walthers von der Vogelweide brach provokant diese Normen auf und dürfte als schockierend empfunden worden sein.

Theodor Fontane legte aus weiblicher Perspektive den aus seiner Sicht unweigerlichen Werdegang einer bürgerlichen Ehefrau in der Zeit des Kaiserreichs dar.

In dem Film ‚Zu neuen Ufern‘ von 1937 schien Zarah Leander eine Halbweltdame von anrüchiger Moral zu verkörpern, die allerdings in Wahrheit einer systemkonformen NS-Ideologie verpflichtet war.

Ulla Hahn schließlich zeigte einen Weg auf, wie eine moderne Frau zu einem selbstbestimmten Liebesleben finden kann.

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12.05.2026
Anne-Marie Michel

Die Geschichte des Stilllebens

Was ist ein Stillleben?

Anhand einiger ausgewählter Beispiele vom 15. bis ins 20. Jahrhundert verfolgen wir die Entwicklung der Stilllebenmalerei. Lange galt sie als weniger wertvolle Gattung der bildenden Kunst, neben Historienmalerei und Porträts.

Warum Stillleben so spannend sind und in welche Gruppen sie aufgeteilt werden, soll in diesem Vortrag deutlich werden.

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23.04.2026   
Tagesfahrt nach Frankenberg (Eder) und Kloster Haina

                          
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14.04.2026   
Oda Peter                                                       15:30 Uhr
Der Teppich von Bayeux:                        Vortrag
Ein Comic aus dem Mittelalter

Thema des Vortrags ist der Wandteppich von Bayeux, eine 68 Meter lange Stoffbahn aus Leinen, bestickt mit über 50 Szenen, die die Eroberung Englands durch den Normannenherzog Wilhelm den Eroberer zeigen.

Neben dem historischen Geschehen gibt er in detaillierten Einzeldarstellungen Auskunft über das Aussehen von Kleidung, Schmuck, Handwerkszeug, Waffen, Schiffen, Münzen und Reliquien. Als eines der wichtigsten Bilddenkmäler des Mittelalters zählt er zum Weltdokumentenerbe der UNESCO.

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24.03.2026  
Mitgliederversammlung 2026            

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19.03.2026
Tagesfahrt nach Frankfurt a.M.


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10.03.2026
Vortrag von Prof. Dr. Joachim Breckow
Marie Curie – Die Entdeckung der Radioaktivität

Maria Skłodowska, besser bekannt als Marie Curie, war in vielerlei Hinsicht eine wahre Pionierin. In einer von Männern geprägten wissenschaftlichen Welt musste sie sich mit enormem Fleiß, großer Ausdauer und überragenden Fähigkeiten durch-setzen.

Mit der Entdeckung der Radioaktivität gelang ihr der Zugang zu einem völlig neuen Phänomen in der Physik, das zu einem tiefen Verständnis von der Struktur der Materie führte.

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24. Februar 2026
Ulrike Kuschel
Max Liebermann – Vom „Armeleutemaler“ zum Pionier der Moderne

Um 1900 gehörte es zum guten Ton, einen Liebermann im Wohnzimmer hängen zu haben – und dies blieb bis in die 1920er Jahre so. Doch was war der künstlerische Weg des Malers vorher und hinterher? 1847 als Sohn einer wohlhabenden und in Berlin etablierten jüdischen Familie geboren, die ihr Geld mit Stoffen und Eisenhüttenwerken verdiente und schließlich eine Villa am Pariser Platz 7 direkt am Brandenburger Tor erwarb und bewohnte, galt seine frühe Leidenschaft fürs Zeichnen lange als Hobby für seinen Vater. Doch Max, der nie gerne zur Schule ging, hatte andere Ambitionen. Er studierte zunächst Chemie, benutzte dieses Studium jedoch, um weiterhin zu malen und um zu reiten, sodass er wegen „Unfleiß“ exmatrikuliert wurde. Daraufhin studierte er in Weimar Malerei, fühlte sich aber künstlerisch nicht heimisch dort.

1871 kam Liebermann mit seinem Lehrer Theodor Hagen nach Düsseldorf und wurde dort, schwerpunktmäßig mit der niederländischen Malerei beschäftigt, zum ersten Mal von der französischen Malerei inspiriert. 1872 malte er sein erstes Bild, „Die Gänserupferinnen“.  Munkácsy und Rembrand standen stilistisch Pate. Liebermanns Sujet waren einfache Menschen, ohne Rührseligkeit dargestellt, und damit brach er mit den Konventionen. Als „Schmutzmaler“ wurde er bis ins nächste Jahrzehnt beschimpft, als „Apostel der Hässlichkeit“ – wenngleich sein Talent von seinen Kritikern nie bestritten wurde. Doch Liebermann bestand auf der Wirklichkeitsnähe seiner Bilder und seiner neuen Art der Landschaftsmalerei, der „Freilichtmalerei“. Ähren- und Kartoffelsammlerinnen malte er, und ähnliche Motive. Doch dann zog es ihn aus Deutschland weg nach Barbizon bei Fontainebleau, wo er Millet und andere Vertreter des entstehenden Impressionismus für sich entdeckte. In Zandvoort beschäftigte er sich mit den Gemälden von Franz Hals und erweiterte sein künstlerisches Repertoire. Und immer wieder und weiterhin war sein Thema das Licht. Wie es zu erfassen ist war im Fokus seiner weiteren künstlerischen Entwicklung. Beispielsweise friedvolle Bilder von jungen Mädchen in einem Waisenhaus entstanden, in denen er mit Sonnenflecken im Garten experimentierte.

1879 provozierte Liebermann mit einem weiteren Werk, dem „Zwölfjährigen Jesus im Tempel“, in dem er Einflüsse naturalistischer, altniederländischer und venezianischer Kunst vereinigte – ein Skandal. Als „der hässlichste naseweiseste Judenjunge“ würde Jesus hier dargestellt, wurde kritisiert. Man sprach ihm ab, als Jude Jesus so darstellen zu dürfen, und Liebermann gab dem „Shitstorm“ nach und übermalte den Jungen. In den folgenden Jahren blieb er Deutschland eher fern, doch 1884 kehrte er endgültig nach Berlin zurück und heiratete die Schwester seiner Schwägerin, Martha. Er wurde in den Verein Berliner Künstler aufgenommen und trat der Gesellschaft der Freude bei, seine Eintrittskarte zur bourgeoisen Oberschicht. Schon kurz nach ihrer Gründung 1892 wurde Liebermann, so Lovis Corinth, zum heimlichen Führer der Berliner Sezession, und später ihr Präsident.

 Gleichzeitig, so Liebermann selbst, lebte er sehr diszipliniert: „Ich bin in meinen Lebensgewohnheiten der vollkommene Bourgeois; ich esse, trinke, schlafe, gehe spazieren und arbeite mit der Regelmäßigkeit einer Turmuhr.“ 1895 dann sein Themenwechsel hin zu „Freizeit“ (z.B. Balkonbild seiner Frau in Scheveningen), mit Reitsport, Polo und Tennis, dem damaligen „Flirtsport“. Helle, freundliche Farben hielten nun nachhaltig Einzug in seine Werke.  Martha und Max zogen nach dem Tod von Louis, dem Vater, in das Palais. Die Preise von Liebermanns Bildern waren stattlich, die Familie lebte gut. Über 70 Selbstbildnisse malte er, und allein über 200 Gemälde seines Gartens, der zu seinem neuen Hobby geworden war, nachdem er eine Villa am Wannsee erbaut hatte. 1920 dann übernahm er für 12 Jahre trotz immer schwieriger werdenden Bedingungen die Präsidentschaft der Akademie der Künste, nachdem der die Sezession verlassen und die „Freie Sezession“ gegründet hatte.

Der Rest der zunehmend traurigen Geschichte ist schnell erzählt. Hatte er lange Antisemiten für „verwirrte Gestrige“ gehalten (sich selbst sah er als „Preuße jüdischen Glaubens“), erkannte er erst 1934, dass er in Deutschland keine Zukunft mehr hatte. Er prägte den auf Nazis bezogenen Satz „Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen könnte“. Natürlich wurde auch seine Kunst als „entartet“ eingestuft und verboten. Das Schicksal bewahrte ihn vor Schlimmerem, er starb 1935 und liegt beerdigt auf dem jüdischen Friedhof. Seine Frau Martha musste bis zum bitteren Ende gehen – kurz vor ihrem Abtransport nach Theresienstadt 1943 erlöste sie sich selbst von diesem Leben.

Ein wunderbarer Gang durch das Wirken von Max Liebermann – für Kennerinnen im vollbesetzten Netanyasaal fast schon eine Erinnerungsreise durch die Werke des Künstlers, deren Schwerpunkte Ulrike Kuschel kompetent, „to the point“ und überhaupt nicht „erschöpfend“ in eineinhalb Stunden skizzierte.  (bt)

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05.02.2026   
Tagesfahrt nach Mainz und Wiesbaden

(nur für angemeldete Mitglieder)

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20.01.2026 
Pfr. i. R. Hartmut Miethe                                                                          
Die geheimnisvolle Welt des Malers                                     
Hieronymus Bosch


Der niederländische Maler Hieronymus Bosch (1450- 1516) war ein Maler der Spätgotik.
Die tiefe religiöse und politische Unruhe dieser Epoche schuf ein Klima für Visionen, Unheilsverkündigungen und Prophetie.

Die Arbeiten von Bosch verarbeiten intensiv die Zerrissenheit seiner Zeit, die ihrerseits bereits Anteil an der Vorbereitung zur Reformation hin hatte und geistesgeschichtlich neue Maßstäbe für Europa entwickelte. Manche Kunstgeschichtler sind der Meinung, seine Bilder wären nichts für zarte Gemüter, weil beachtliche Wirklichkeitsverzerrungen aufblitzen. Aber gerade dies macht den Reiz und die Spannung seines Werkes aus.

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15.01.2026
Führung in der Kunsthalle Gießen – Roméo Mivekannin

(nur für angemeldete Mitglieder)

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