{"id":4420,"date":"2026-02-24T13:25:38","date_gmt":"2026-02-24T12:25:38","guid":{"rendered":"http:\/\/frau-und-kultur-giessen.w4f.eu\/wordpress\/?page_id=4420"},"modified":"2026-03-22T12:49:58","modified_gmt":"2026-03-22T11:49:58","slug":"chronik-2026","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/frau-und-kultur-giessen.w4f.eu\/wordpress\/chronik-2026\/","title":{"rendered":"Chronik 2026"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\">*******************************<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left\"><strong>19.03.2026<\/strong><br>Tagesfahrt nach Frankfurt a.M.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><br>*******************************<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10.03.2026<\/strong><br><strong>Vortrag von Prof. Dr. Joachim Breckow<\/strong><br><strong>Marie Curie \u2013 Die Entdeckung der Radioaktivit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Maria Sk\u0142odowska, besser bekannt als Marie Curie, war in vielerlei Hinsicht eine wahre Pionierin. In einer von M\u00e4nnern gepr\u00e4gten wissenschaftlichen Welt musste sie sich mit enormem Flei\u00df, gro\u00dfer Ausdauer und \u00fcberragenden F\u00e4higkeiten durch-setzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Entdeckung der Radioaktivit\u00e4t gelang ihr der Zugang zu einem v\u00f6llig neuen Ph\u00e4nomen in der Physik, das zu einem tiefen Verst\u00e4ndnis von der Struktur der Materie f\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">*******************************<\/p>\n\n\n\n<p><strong>24. Februar 2026<\/strong><br><strong>Ulrike Kuschel<\/strong><br><strong>Max Liebermann \u2013 Vom \u201eArmeleutemaler\u201c zum Pionier der Moderne<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um 1900 geh\u00f6rte es zum guten Ton, einen Liebermann im Wohnzimmer h\u00e4ngen zu haben \u2013 und dies blieb bis in die 1920er Jahre so. Doch was war der k\u00fcnstlerische Weg des Malers vorher und hinterher? 1847 als Sohn einer wohlhabenden und in Berlin etablierten j\u00fcdischen Familie geboren, die ihr Geld mit Stoffen und Eisenh\u00fcttenwerken verdiente und schlie\u00dflich eine Villa am Pariser Platz 7 direkt am Brandenburger Tor erwarb und bewohnte, galt seine fr\u00fche Leidenschaft f\u00fcrs Zeichnen lange als Hobby f\u00fcr seinen Vater. Doch Max, der nie gerne zur Schule ging, hatte andere Ambitionen. Er studierte zun\u00e4chst Chemie, benutzte dieses Studium jedoch, um weiterhin zu malen und um zu reiten, sodass er wegen \u201eUnflei\u00df\u201c exmatrikuliert wurde. Daraufhin studierte er in Weimar Malerei, f\u00fchlte sich aber k\u00fcnstlerisch nicht heimisch dort.<\/p>\n\n\n\n<p>1871 kam Liebermann mit seinem Lehrer Theodor Hagen nach D\u00fcsseldorf und wurde dort, schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit der niederl\u00e4ndischen Malerei besch\u00e4ftigt, zum ersten Mal von der franz\u00f6sischen Malerei inspiriert. 1872 malte er sein erstes Bild, \u201eDie G\u00e4nserupferinnen\u201c.&nbsp; Munk\u00e1csy und Rembrand standen stilistisch Pate. Liebermanns Sujet waren einfache Menschen, ohne R\u00fchrseligkeit dargestellt, und damit brach er mit den Konventionen. Als \u201eSchmutzmaler\u201c wurde er bis ins n\u00e4chste Jahrzehnt beschimpft, als \u201eApostel der H\u00e4sslichkeit\u201c \u2013 wenngleich sein Talent von seinen Kritikern nie bestritten wurde. Doch Liebermann bestand auf der Wirklichkeitsn\u00e4he seiner Bilder und seiner neuen Art der Landschaftsmalerei, der \u201eFreilichtmalerei\u201c. \u00c4hren- und Kartoffelsammlerinnen malte er, und \u00e4hnliche Motive. Doch dann zog es ihn aus Deutschland weg nach Barbizon bei Fontainebleau, wo er Millet und andere Vertreter des entstehenden Impressionismus f\u00fcr sich entdeckte. In Zandvoort besch\u00e4ftigte er sich mit den Gem\u00e4lden von Franz Hals und erweiterte sein k\u00fcnstlerisches Repertoire. Und immer wieder und weiterhin war sein Thema das Licht. Wie es zu erfassen ist war im Fokus seiner weiteren k\u00fcnstlerischen Entwicklung. Beispielsweise friedvolle Bilder von jungen M\u00e4dchen in einem Waisenhaus entstanden, in denen er mit Sonnenflecken im Garten experimentierte.<\/p>\n\n\n\n<p>1879 provozierte Liebermann mit einem weiteren Werk, dem \u201eZw\u00f6lfj\u00e4hrigen Jesus im Tempel\u201c, in dem er Einfl\u00fcsse naturalistischer, altniederl\u00e4ndischer und venezianischer Kunst vereinigte \u2013 ein Skandal. Als \u201eder h\u00e4sslichste naseweiseste Judenjunge\u201c w\u00fcrde Jesus hier dargestellt, wurde kritisiert. Man sprach ihm ab, als Jude Jesus so darstellen zu d\u00fcrfen, und Liebermann gab dem \u201eShitstorm\u201c nach und \u00fcbermalte den Jungen. In den folgenden Jahren blieb er Deutschland eher fern, doch 1884 kehrte er endg\u00fcltig nach Berlin zur\u00fcck und heiratete die Schwester seiner Schw\u00e4gerin, Martha. Er wurde in den Verein Berliner K\u00fcnstler aufgenommen und trat der Gesellschaft der Freude bei, seine Eintrittskarte zur bourgeoisen Oberschicht. Schon kurz nach ihrer Gr\u00fcndung 1892 wurde Liebermann, so Lovis Corinth, zum heimlichen F\u00fchrer der Berliner Sezession, und sp\u00e4ter ihr Pr\u00e4sident.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Gleichzeitig, so Liebermann selbst, lebte er sehr diszipliniert: \u201eIch bin in meinen Lebensgewohnheiten der vollkommene Bourgeois; ich esse, trinke, schlafe, gehe spazieren und arbeite mit der Regelm\u00e4\u00dfigkeit einer Turmuhr.\u201c 1895 dann sein Themenwechsel hin zu \u201eFreizeit\u201c (z.B. Balkonbild seiner Frau in Scheveningen), mit Reitsport, Polo und Tennis, dem damaligen \u201eFlirtsport\u201c. Helle, freundliche Farben hielten nun nachhaltig Einzug in seine Werke. &nbsp;Martha und Max zogen nach dem Tod von Louis, dem Vater, in das Palais. Die Preise von Liebermanns Bildern waren stattlich, die Familie lebte gut. \u00dcber 70 Selbstbildnisse malte er, und allein \u00fcber 200 Gem\u00e4lde seines Gartens, der zu seinem neuen Hobby geworden war, nachdem er eine Villa am Wannsee erbaut hatte. 1920 dann \u00fcbernahm er f\u00fcr 12 Jahre trotz immer schwieriger werdenden Bedingungen die Pr\u00e4sidentschaft der Akademie der K\u00fcnste, nachdem der die Sezession verlassen und die \u201eFreie Sezession\u201c gegr\u00fcndet hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Rest der zunehmend traurigen Geschichte ist schnell erz\u00e4hlt. Hatte er lange Antisemiten f\u00fcr \u201everwirrte Gestrige\u201c gehalten (sich selbst sah er als \u201ePreu\u00dfe j\u00fcdischen Glaubens\u201c), erkannte er erst 1934, dass er in Deutschland keine Zukunft mehr hatte. Er pr\u00e4gte den auf Nazis bezogenen Satz \u201eIch kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen k\u00f6nnte\u201c. Nat\u00fcrlich wurde auch seine Kunst als \u201eentartet\u201c eingestuft und verboten. Das Schicksal bewahrte ihn vor Schlimmerem, er starb 1935 und liegt beerdigt auf dem j\u00fcdischen Friedhof. Seine Frau Martha musste bis zum bitteren Ende gehen \u2013 kurz vor ihrem Abtransport nach Theresienstadt 1943 erl\u00f6ste sie sich selbst von diesem Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wunderbarer Gang durch das Wirken von Max Liebermann \u2013 f\u00fcr Kennerinnen im vollbesetzten Netanyasaal fast schon eine Erinnerungsreise durch die Werke des K\u00fcnstlers, deren Schwerpunkte Ulrike Kuschel kompetent, \u201eto the point\u201c und \u00fcberhaupt nicht \u201eersch\u00f6pfend\u201c in eineinhalb Stunden skizzierte.&nbsp; (bt)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">*******************************<\/p>\n\n\n\n<p><strong>05.02.2026 &nbsp;&nbsp; <br>Tagesfahrt nach Mainz und Wiesbaden<\/strong><br>(nur f\u00fcr angemeldete Mitglieder)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">*******************************<\/p>\n\n\n\n<p><strong>20.01.2026<\/strong>&nbsp;<br><strong>Pfr. i. R. Hartmut Miethe&nbsp;<\/strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br><strong>Die geheimnisvolle Welt des Malers &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br>Hieronymus Bosch<\/strong><br><br>Der niederl\u00e4ndische Maler Hieronymus Bosch (1450- 1516) war ein Maler der Sp\u00e4tgotik.<br>Die tiefe religi\u00f6se und politische Unruhe dieser Epoche schuf ein Klima f\u00fcr Visionen, Unheilsverk\u00fcndigungen und Prophetie.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeiten von Bosch verarbeiten intensiv die Zerrissenheit seiner Zeit, die ihrerseits bereits Anteil an der Vorbereitung zur Reformation hin hatte und geistesgeschichtlich neue Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr Europa entwickelte. Manche Kunstgeschichtler sind der Meinung, seine Bilder w\u00e4ren nichts f\u00fcr zarte Gem\u00fcter, weil beachtliche Wirklichkeitsverzerrungen aufblitzen. Aber gerade dies macht den Reiz und die Spannung seines Werkes aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">*******************************<\/p>\n\n\n\n<p><strong>15.01<strong>.2026<\/strong><br>F\u00fchrung in der Kunsthalle Gie\u00dfen &#8211; Rom\u00e9o Mivekannin<\/strong><br>(nur f\u00fcr angemeldete Mitglieder)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">*******************************<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>******************************* 19.03.2026Tagesfahrt nach Frankfurt a.M. ******************************* 10.03.2026Vortrag von Prof. Dr. Joachim BreckowMarie Curie \u2013 Die Entdeckung der Radioaktivit\u00e4t Maria Sk\u0142odowska, besser bekannt als Marie Curie, war in vielerlei Hinsicht eine wahre Pionierin. 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