{"id":4420,"date":"2026-02-24T13:25:38","date_gmt":"2026-02-24T12:25:38","guid":{"rendered":"http:\/\/frau-und-kultur-giessen.w4f.eu\/wordpress\/?page_id=4420"},"modified":"2026-07-02T15:21:47","modified_gmt":"2026-07-02T13:21:47","slug":"chronik-2026","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/frau-und-kultur-giessen.w4f.eu\/wordpress\/chronik-2026\/","title":{"rendered":"Chronik 2026"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>02.06.2026<\/strong><br><strong>Frau und Kultur Gie\u00dfen e.V. feiert 100-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um<\/strong><br><strong>Gemeinsame Feier statt formellem Festakt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vorstand des Gie\u00dfener Vereins Frau und Kultur konnte am Dienstag, 23.06., trotz der gro\u00dfen Hitze 70 Mitglieder und 3 G\u00e4ste begr\u00fc\u00dfen. Belohnt wurden die Damen (und 3 Herren) zun\u00e4chst mit einem Sektempfang und einem k\u00fchlen Raum im angenehmen Ambiente eines Lokals direkt an der Lahn.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vorsitzende Brigitte Sekula begr\u00fc\u00dfte alle herzlich und wandte sich dann ganz speziell an den Ehrengast, Herrn Dr. Reinhard Kaufmann, den \u201edienst\u00e4ltesten Referenten\u201c, der \u00fcber viele Jahre ehrenamtlich Vortr\u00e4ge \u00fcber seine Reisen in alle Welt gehalten und mit seinen ausgew\u00e4hlten Bildern und Texten stets f\u00fcr ein gro\u00dfes Publikum gesorgt hat. Es waren 21 Veranstaltungen \u2013 vielleicht gibt es eine 22ste?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Verein, der seit 1972 offiziell etwas sperrig \u201eDeutscher Verband Frau und Kultur, Gruppe Gie\u00dfen e.V.\u201c hei\u00dft, ist eine von heute 14 regionalen Gruppen des Dachverbandes, der seinerseits im Deutschen Frauenrat, der \u201eLobby\u201c der Fraueninteressen im politischen Berlin, aktiv ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Aufbruch der Frauen begann schon in 1865 mit dem Allgemeinen Deutschen Frauenverein, 1869 wurde der Dachverband \u201eVerein<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">f\u00fcr die Verbesserung der Frauenkleidung\u201c gegr\u00fcndet. Ziel war die Befreiung der Frau von der Modetyrannei des Korsetts, es war aber auch ein Akt der allgemeinen Emanzipation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im 1. Weltkrieg (1914-1918) waren es die Frauen, die in allen Bereichen des Lebens eingespannt waren und alles am Laufen hielten. Ihre neue gesellschaftliche Bedeutung f\u00fchrte dazu, dass der Ruf nach gleichen Rechten lauter wurde. In der Weimarer Republik wurde 1918 das aktive und passive Wahlrecht auch f\u00fcr Frauen verankert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1926 \u2013 mit 30 Jahren Versp\u00e4tung &#8211; entsteht die Gruppe Gie\u00dfen als eine von 70 regionalen Gruppen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1929 wurde eine Umbenennung erforderlich in \u201eDeutsche Frauenkultur,\u201c denn der Satzungszweck sollte vor allem der F\u00f6rderung von Gleichstellung, Bildung, gesellschaftliche Teilhalbe dienen. Seit 1972 tr\u00e4gt der Verein seinen jetzigen Namen, bekannt unter der Kurzform \u201eFrau und Kultur Gie\u00dfen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Gleichschaltung 1933 und der Eingliederung in den Bund Deutscher Frauenvereine (BDF) verloren alle Frauenvereine die Unabh\u00e4ngigkeit, die Gruppen stellten nach und nach ihre Arbeit ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1944 verbrannten alle schriftlichen Unterlagen der Gruppe Gie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Referent \u00fcber die Gleichberechtigung in Nachkriegszeit bis heute begr\u00fc\u00dfte Frau Sekula Hans Sarkowicz, den fr\u00fchere Leiter der HR2-Kulturredaktion, der schon im Verein interessante Vortr\u00e4ge gehalten hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Hessischen Verfassung vom 1. Dezember 1946 stand: \u201eAlle Menschen sind gleich\u201c \u2013 aber nicht gleichberechtigt. Elisabeth Selbert und ihre Mitk\u00e4mpferinnen konnten 1949 dem Parlament Satz abringen &#8222;M\u00e4nner und Frauen sind gleichberechtigt&#8220;. Dennoch war die Macht der Ehem\u00e4nner faktisch bis 1958 im B\u00fcrgerlichen Gesetzbuch verankert.<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst 45 Jahre nach der Gr\u00fcndung der Bundesrepublik wird der Art. 3 des Grundgesetzes erg\u00e4nzt: \u201eDer Staat f\u00f6rdert die tats\u00e4chliche Durchsetzung der Gleichberechtigung \u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der fr\u00fchen Bundesrepublik, aber auch in der DDR war Politik reine M\u00e4nnersache. Die 1. Ministerin f\u00fcr neuen Gesundheitswesen war Elisabeth Schwarzhaupt ab 1969, in der DDR war in entscheidenden Gremien keine Frau. Und selbst bei der Studentenbewegung in den wilden 68ern waren Frauen als Deko-Objekt und f\u00fcr die Hausarbeit in den Kommunen eingespannt. Erst ein wildes Aufbegehren mit Tomaten-W\u00fcrfen auf die F\u00fchrungsriege machte dem ein Ende, 1968 formierte sich eine radikalere, autonome Frauenbewegung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Herr Sarkowicz wurde mit reichem Applaus belohnt. Frau Sekula nutzte den \u00dcberblicksvortrag als Hintergrund f\u00fcr Ihre Bemerkungen zum Vereinsleben der Gruppe Gie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 08.07.1946 wurde nach dem Desaster des 2. Weltkriegs eine Neugr\u00fcndung beschlossen und 1948 die Satzung ver\u00f6ffentlicht: \u201eDer Verein will die F\u00f6rderung der k\u00f6rperlichen und geistigen Kr\u00e4fte der deutschen Frau und einer zweckm\u00e4\u00dfigen Formgestaltung von Kleid und Heim dienen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der erste Vortrag hie\u00df: \u201eDie Bewirtschaftung eines Kleingartens\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Verein war von Anfang sehr rege, Vortr\u00e4ge und etwas sp\u00e4ter gemeinsame Ausfl\u00fcge wurden immer h\u00e4ufiger, die Mitgliederzahlen stiegen. Die Hochzeit waren die 50er und 60er Jahre. Der Dachverband z\u00e4hlte 70 regionale Gruppen auf, und auch die Mitgliederzahlen in Gie\u00dfen stiegen kontinuierlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Grund daf\u00fcr liegt sicher in den bis heute angebotenen Tagesfahrten und den j\u00e4hrlichen mehrt\u00e4gigen Studienreisen, die nur Mitgliedern zur Verf\u00fcgung stehen. Mit stressfrei organisierten Busfahrten k\u00f6nnen auch Ziele angefahren werden, die mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln schwer oder nur beschwerlich erreicht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vortragsprogramme waren in den ganzen Jahren umfangreich, vielseitig und bei Mitgliedern und G\u00e4sten nachgefragt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mitglieder konnten zudem aus 8 Arbeitskreisen mit unterschiedlichen Schwerpunkten w\u00e4hlen, alle organisiert und durchgef\u00fchrt von engagierten Mitgliedern. Sehr aktiv war die Gruppe \u201eWerkgestaltung\u201c, sie \u201ebelieferte\u201c in den fr\u00fchen Jahren mit ihren Arbeiten Gie\u00dfener Weihnachtsausstellungen, die Verkaufserl\u00f6se in 1977 beliefen sich auf 4.290,00 DM, die einem sozialen Zweck zugef\u00fchrt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Jahr 2006 fertigten die Damen zwei gro\u00dfe wundersch\u00f6ne Quilts und schenkten sie der Andreas Gemeinde Gie\u00dfen. Dort hingen sie \u00fcber all die Jahre als Wandbeh\u00e4nge im Andreas-Gemeindezentrum, das aber leider aufgegeben werden musste \u2013 just im Jubil\u00e4umsjahr 2026 kamen die Arbeiten wieder an den zu Verein zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem Frau Sekula noch kurz auf die Zukunft des Vereins eingegangen war, konnten die G\u00e4ste vor und nach dem ausgezeichneten Essen ausgiebig die Fotos einer Pinwand und die ausgelegten alten Chroniken studieren. Aber in lebhaften Gespr\u00e4chen wurden nur nicht nur die alten Zeiten heraufbeschworen, sondern auch gesellige Kontakte untereinander gepflegt, die ein wichtiger Bestandteil im Selbstverst\u00e4ndnis des Vereins sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie Frau Sekula sagte: \u201eVielleicht m\u00fcssen wir uns ganz neu erfinden\u201c, zu sehr habe sich in einem stark ver\u00e4nderten gesellschaftlichen Umfeld die Lebensverh\u00e4ltnisse und Bed\u00fcrfnisse von Frauen, ob jung oder alt, gewandelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">*******************************<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>11.06.2026<\/strong><br><strong>Kost\u00fcmf\u00fchrung mit Peter Meilinger<\/strong><br><strong>\u201eSchnitzeljagd durch die Geschichte Gie\u00dfens<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei gro\u00dfer Hitze f\u00fchrte uns Peter Meilinger von Hinweis zu Hinweis durch  die Gie\u00dfener Innenstadt und wu\u00dfte an jeder der Stationen  Wissenswertes und\/oder Heiteres zu berichten. Leider hatte man an unserem Ziel, dem Hawwerkasten, unsere Reservierung nicht eingetragen, so dass wir nach 2 Stunden unter sengender Sonne ohne erfrischenden Trunk nach Hause gehen mussten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">*******************************<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>02.06.2026<\/strong><br><strong>Wolfgang Keul<\/strong><br><strong>Frauenbilder in der Liebeslyrik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Vortrag setzt sich zum Ziel, alternative literarische Erscheinungsformen weiblicher Partnerinnen in verschiedenen Epochen zu untersuchen und zu vergleichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Adelsgesellschaft des Hochmittelalters unterlag die Dame einem strikten Verhaltenskodex, der durch das h\u00f6fische Tugendsystem bestimmt wurde und sie in einer festgef\u00fcgten passiven Rolle fixierte. Ein Gedicht Walthers von der Vogelweide brach provokant diese Normen auf und d\u00fcrfte als schockierend empfunden worden sein. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Theodor Fontane legte aus weiblicher Perspektive den aus seiner Sicht unweigerlichen Werdegang einer b\u00fcrgerlichen Ehefrau in der Zeit des Kaiserreichs dar.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dem Film &#8218;Zu neuen Ufern&#8216; von 1937 schien Zarah Leander eine Halbweltdame von anr\u00fcchiger Moral zu verk\u00f6rpern, die allerdings in Wahrheit einer systemkonformen NS-Ideologie verpflichtet war. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ulla Hahn schlie\u00dflich zeigte einen Weg auf, wie eine moderne Frau zu einem selbstbestimmten Liebesleben finden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">*******************************<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>12.05.2026<br>Anne-Marie Michel<\/strong><br><strong>Die Geschichte des Stilllebens<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was ist ein Stillleben?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anhand einiger ausgew\u00e4hlter Beispiele vom 15. bis ins 20. Jahrhundert verfolgen wir die Entwicklung der Stilllebenmalerei. Lange galt sie als weniger wertvolle Gattung der bildenden Kunst, neben Historienmalerei und Portr\u00e4ts.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left wp-block-paragraph\">Warum Stillleben so spannend sind und in welche Gruppen sie aufgeteilt werden, soll in diesem Vortrag deutlich werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">*******************************<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>23.04.2026&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/strong><br>Tagesfahrt nach Frankenberg (Eder) und Kloster Haina<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br>*******************************<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>14.04.2026&nbsp;&nbsp;<\/strong>&nbsp; <br>Oda Peter&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; 15:30 Uhr<br>Der Teppich von Bayeux: &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Vortrag<br>Ein Comic aus dem Mittelalter<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Thema des Vortrags ist der Wandteppich von Bayeux, eine 68 Meter lange Stoffbahn aus Leinen, bestickt mit \u00fcber 50 Szenen, die die Eroberung Englands durch den Normannenherzog Wilhelm den Eroberer zeigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben dem historischen Geschehen gibt er in detaillierten Einzeldarstellungen Auskunft \u00fcber das Aussehen von Kleidung, Schmuck, Handwerkszeug, Waffen, Schiffen, M\u00fcnzen und Reliquien. Als eines der wichtigsten Bilddenkm\u00e4ler des Mittelalters z\u00e4hlt er zum Weltdokumentenerbe der UNESCO.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">&nbsp;*******************************<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>24.03.2026 &nbsp;<\/strong><br>Mitgliederversammlung 2026&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">*******************************<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left wp-block-paragraph\"><strong>19.03.2026<\/strong><br>Tagesfahrt nach Frankfurt a.M.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><br>*******************************<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>10.03.2026<\/strong><br><strong>Vortrag von Prof. Dr. Joachim Breckow<\/strong><br><strong>Marie Curie \u2013 Die Entdeckung der Radioaktivit\u00e4t<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Maria Sk\u0142odowska, besser bekannt als Marie Curie, war in vielerlei Hinsicht eine wahre Pionierin. In einer von M\u00e4nnern gepr\u00e4gten wissenschaftlichen Welt musste sie sich mit enormem Flei\u00df, gro\u00dfer Ausdauer und \u00fcberragenden F\u00e4higkeiten durch-setzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Entdeckung der Radioaktivit\u00e4t gelang ihr der Zugang zu einem v\u00f6llig neuen Ph\u00e4nomen in der Physik, das zu einem tiefen Verst\u00e4ndnis von der Struktur der Materie f\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">*******************************<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>24. Februar 2026<\/strong><br><strong>Ulrike Kuschel<\/strong><br><strong>Max Liebermann \u2013 Vom \u201eArmeleutemaler\u201c zum Pionier der Moderne<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um 1900 geh\u00f6rte es zum guten Ton, einen Liebermann im Wohnzimmer h\u00e4ngen zu haben \u2013 und dies blieb bis in die 1920er Jahre so. Doch was war der k\u00fcnstlerische Weg des Malers vorher und hinterher? 1847 als Sohn einer wohlhabenden und in Berlin etablierten j\u00fcdischen Familie geboren, die ihr Geld mit Stoffen und Eisenh\u00fcttenwerken verdiente und schlie\u00dflich eine Villa am Pariser Platz 7 direkt am Brandenburger Tor erwarb und bewohnte, galt seine fr\u00fche Leidenschaft f\u00fcrs Zeichnen lange als Hobby f\u00fcr seinen Vater. Doch Max, der nie gerne zur Schule ging, hatte andere Ambitionen. Er studierte zun\u00e4chst Chemie, benutzte dieses Studium jedoch, um weiterhin zu malen und um zu reiten, sodass er wegen \u201eUnflei\u00df\u201c exmatrikuliert wurde. Daraufhin studierte er in Weimar Malerei, f\u00fchlte sich aber k\u00fcnstlerisch nicht heimisch dort.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1871 kam Liebermann mit seinem Lehrer Theodor Hagen nach D\u00fcsseldorf und wurde dort, schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit der niederl\u00e4ndischen Malerei besch\u00e4ftigt, zum ersten Mal von der franz\u00f6sischen Malerei inspiriert. 1872 malte er sein erstes Bild, \u201eDie G\u00e4nserupferinnen\u201c.&nbsp; Munk\u00e1csy und Rembrand standen stilistisch Pate. Liebermanns Sujet waren einfache Menschen, ohne R\u00fchrseligkeit dargestellt, und damit brach er mit den Konventionen. Als \u201eSchmutzmaler\u201c wurde er bis ins n\u00e4chste Jahrzehnt beschimpft, als \u201eApostel der H\u00e4sslichkeit\u201c \u2013 wenngleich sein Talent von seinen Kritikern nie bestritten wurde. Doch Liebermann bestand auf der Wirklichkeitsn\u00e4he seiner Bilder und seiner neuen Art der Landschaftsmalerei, der \u201eFreilichtmalerei\u201c. \u00c4hren- und Kartoffelsammlerinnen malte er, und \u00e4hnliche Motive. Doch dann zog es ihn aus Deutschland weg nach Barbizon bei Fontainebleau, wo er Millet und andere Vertreter des entstehenden Impressionismus f\u00fcr sich entdeckte. In Zandvoort besch\u00e4ftigte er sich mit den Gem\u00e4lden von Franz Hals und erweiterte sein k\u00fcnstlerisches Repertoire. Und immer wieder und weiterhin war sein Thema das Licht. Wie es zu erfassen ist war im Fokus seiner weiteren k\u00fcnstlerischen Entwicklung. Beispielsweise friedvolle Bilder von jungen M\u00e4dchen in einem Waisenhaus entstanden, in denen er mit Sonnenflecken im Garten experimentierte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1879 provozierte Liebermann mit einem weiteren Werk, dem \u201eZw\u00f6lfj\u00e4hrigen Jesus im Tempel\u201c, in dem er Einfl\u00fcsse naturalistischer, altniederl\u00e4ndischer und venezianischer Kunst vereinigte \u2013 ein Skandal. Als \u201eder h\u00e4sslichste naseweiseste Judenjunge\u201c w\u00fcrde Jesus hier dargestellt, wurde kritisiert. Man sprach ihm ab, als Jude Jesus so darstellen zu d\u00fcrfen, und Liebermann gab dem \u201eShitstorm\u201c nach und \u00fcbermalte den Jungen. In den folgenden Jahren blieb er Deutschland eher fern, doch 1884 kehrte er endg\u00fcltig nach Berlin zur\u00fcck und heiratete die Schwester seiner Schw\u00e4gerin, Martha. Er wurde in den Verein Berliner K\u00fcnstler aufgenommen und trat der Gesellschaft der Freude bei, seine Eintrittskarte zur bourgeoisen Oberschicht. Schon kurz nach ihrer Gr\u00fcndung 1892 wurde Liebermann, so Lovis Corinth, zum heimlichen F\u00fchrer der Berliner Sezession, und sp\u00e4ter ihr Pr\u00e4sident.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&nbsp;Gleichzeitig, so Liebermann selbst, lebte er sehr diszipliniert: \u201eIch bin in meinen Lebensgewohnheiten der vollkommene Bourgeois; ich esse, trinke, schlafe, gehe spazieren und arbeite mit der Regelm\u00e4\u00dfigkeit einer Turmuhr.\u201c 1895 dann sein Themenwechsel hin zu \u201eFreizeit\u201c (z.B. Balkonbild seiner Frau in Scheveningen), mit Reitsport, Polo und Tennis, dem damaligen \u201eFlirtsport\u201c. Helle, freundliche Farben hielten nun nachhaltig Einzug in seine Werke. &nbsp;Martha und Max zogen nach dem Tod von Louis, dem Vater, in das Palais. Die Preise von Liebermanns Bildern waren stattlich, die Familie lebte gut. \u00dcber 70 Selbstbildnisse malte er, und allein \u00fcber 200 Gem\u00e4lde seines Gartens, der zu seinem neuen Hobby geworden war, nachdem er eine Villa am Wannsee erbaut hatte. 1920 dann \u00fcbernahm er f\u00fcr 12 Jahre trotz immer schwieriger werdenden Bedingungen die Pr\u00e4sidentschaft der Akademie der K\u00fcnste, nachdem der die Sezession verlassen und die \u201eFreie Sezession\u201c gegr\u00fcndet hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Rest der zunehmend traurigen Geschichte ist schnell erz\u00e4hlt. Hatte er lange Antisemiten f\u00fcr \u201everwirrte Gestrige\u201c gehalten (sich selbst sah er als \u201ePreu\u00dfe j\u00fcdischen Glaubens\u201c), erkannte er erst 1934, dass er in Deutschland keine Zukunft mehr hatte. Er pr\u00e4gte den auf Nazis bezogenen Satz \u201eIch kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen k\u00f6nnte\u201c. Nat\u00fcrlich wurde auch seine Kunst als \u201eentartet\u201c eingestuft und verboten. Das Schicksal bewahrte ihn vor Schlimmerem, er starb 1935 und liegt beerdigt auf dem j\u00fcdischen Friedhof. Seine Frau Martha musste bis zum bitteren Ende gehen \u2013 kurz vor ihrem Abtransport nach Theresienstadt 1943 erl\u00f6ste sie sich selbst von diesem Leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wunderbarer Gang durch das Wirken von Max Liebermann \u2013 f\u00fcr Kennerinnen im vollbesetzten Netanyasaal fast schon eine Erinnerungsreise durch die Werke des K\u00fcnstlers, deren Schwerpunkte Ulrike Kuschel kompetent, \u201eto the point\u201c und \u00fcberhaupt nicht \u201eersch\u00f6pfend\u201c in eineinhalb Stunden skizzierte.&nbsp; (bt)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">*******************************<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>05.02.2026 &nbsp;&nbsp; <br>Tagesfahrt nach Mainz und Wiesbaden<\/strong><br>(nur f\u00fcr angemeldete Mitglieder)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">*******************************<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>20.01.2026<\/strong>&nbsp;<br><strong>Pfr. i. R. Hartmut Miethe&nbsp;<\/strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br><strong>Die geheimnisvolle Welt des Malers &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br>Hieronymus Bosch<\/strong><br><br>Der niederl\u00e4ndische Maler Hieronymus Bosch (1450- 1516) war ein Maler der Sp\u00e4tgotik.<br>Die tiefe religi\u00f6se und politische Unruhe dieser Epoche schuf ein Klima f\u00fcr Visionen, Unheilsverk\u00fcndigungen und Prophetie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Arbeiten von Bosch verarbeiten intensiv die Zerrissenheit seiner Zeit, die ihrerseits bereits Anteil an der Vorbereitung zur Reformation hin hatte und geistesgeschichtlich neue Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr Europa entwickelte. Manche Kunstgeschichtler sind der Meinung, seine Bilder w\u00e4ren nichts f\u00fcr zarte Gem\u00fcter, weil beachtliche Wirklichkeitsverzerrungen aufblitzen. Aber gerade dies macht den Reiz und die Spannung seines Werkes aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">*******************************<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>15.01<strong>.2026<\/strong><br>F\u00fchrung in der Kunsthalle Gie\u00dfen &#8211; Rom\u00e9o Mivekannin<\/strong><br>(nur f\u00fcr angemeldete Mitglieder)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\">*******************************<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>02.06.2026Frau und Kultur Gie\u00dfen e.V. feiert 100-j\u00e4hriges Jubil\u00e4umGemeinsame Feier statt formellem Festakt Der Vorstand des Gie\u00dfener Vereins Frau und Kultur konnte am Dienstag, 23.06., trotz der gro\u00dfen Hitze 70 Mitglieder und 3 G\u00e4ste begr\u00fc\u00dfen. Belohnt wurden die Damen (und 3 Herren) zun\u00e4chst mit einem Sektempfang und einem k\u00fchlen Raum im angenehmen Ambiente eines Lokals direkt &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/frau-und-kultur-giessen.w4f.eu\/wordpress\/chronik-2026\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eChronik 2026\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-4420","page","type-page","status-publish","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.0 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Chronik 2026 | Frau und Kultur<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Frau und Kultur Gruppe Gie\u00dfen\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link 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